Vertreterversammlung 2017

Erster Schritt zur genossenschaftlichen Banken-Ehe

vl: Rüdiger Scholz, Thomas Büscher, Lothar Uedelhoven, Hans-Jörg Schaefer, Heribert Gierlichs, Alexander Litz und Uwe Richrath
Heribert Gierlichs

Leverkusen. Gestärkt durch einen erfolgreichen 2016er Geschäftsverlauf und ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis steuert die Volksbank Rhein-Wupper in eine gemeinsame Zukunft mit der benachbarten VR Bank eG Bergisch Gladbach. Den ersten Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel unternahm jetzt die Vertreterversammlung. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Heribert Gierlichs votierte sie mit großer Mehrheit für das Fusionsvorhaben.

Damit die genossenschaftliche Bankenehe am rechten Rheinufer geschlossen werden kann, müssen auch die Vertreterinnen und Vertreter der VR Bank eG Bergisch Gladbach zu mindestens 75 Prozent für das Vorhaben stimmen.  Beide Banken sind davon überzeugt, den zunehmenden Herausforderungen in der Finanzbranche in einer größeren Einheit besser begegnen zu können.

Alexander Litz

Von einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit der Volksbank Rhein-Wupper im    vergangenen Jahr hatte vor dem Fusionsbeschluss Vorstandsmitglied  Alexander Litz den Vertretern berichtet. Litz: „Wir haben neue Kundenvolumina von rund 80 Millionen Euro gewonnen.“ Das Kundengesamtvolumen – Kredite und Einlagen in der eigenen Bilanz und bei Partnerinstituten aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe – erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Während sich die bilanziellen Kredite um 6,1 Prozent auf 538 Millionen Euro erhöhten, stiegen die Einlagen (Guthaben) der Kunden um 7,8 Prozent auf 541 Millionen Euro. Mit dieser Entwicklung und dem Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro zeigte sich der Vorstand zufrieden.

Durch einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die 12.333 Mitglieder daraus eine Dividende in Höhe von 5,0 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Den verbleibenden Teil vom Gewinn stellt das Institut in die Rücklagen ein. Damit stärkt die Volksbank Rhein-Wupper ihr Eigenkapital, was die Möglichkeiten der Kreditvergabe weiter verbessert.

Dass sie mit dem Zustand und dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, zeigten die Vertreter/innen mit ihren durchweg einstimmigen Beschlüssen zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Hans-Jörg Schaefer

Auch in ihrer neuen Größe will die VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen – so der Name des neuen Instituts – ihre Mitglieder und Kunden in der bewährten Weise fördern. Vorstand Hans-Jörg Schaefer: „Wir wollen Mitgliedern und Kunden ein attraktiver Partner, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein zuverlässiger Arbeitgeber bleiben und der ganzen Region ein Katalysator für Innovationen – beispielsweise auf dem Feld der Digitalisierung.“

Die Interessen der Mitglieder der Volksbank Rhein-Wupper im Aufsichtsrat der neuen Genossenschaft sollen die vier Aufsichtsräte Heribert Gierlichs, Annegret Bruchhausen-Scholich, Walter Engels und Dr. Thilo Weimer vertreten. Die vier wurden einstimmig nominiert, um von der Vertreterversammlung der VR Bank eG Bergisch Gladbach in das Kontrollgremium der gemeinsamen Bank gewählt zu werden.