Vertreterversammlung 2014

"Unsere Berater wollen beraten, statt Formulare zu füllen"

Leverkusen. „Kunden gehen nicht zu ihrer Bank, um mit Tüten voller Papier nach Hause zurückzukehren. Unsere Berater wollen beraten und nicht noch mehr Formulare ausfüllen müssen.“ Mit diesen Worten hat sich Hans-Jörg Schaefer, Vorstand der Volksbank Rhein-Wupper, jetzt kritisch zur Vielzahl der Auflagen und Neuregulierungen im Bankenbereich geäußert. Anzahl und Umfang der Vorgaben, so Schaefer vor den Vertretern der Kreditgenossenschaft, seien eine konkrete Belastung für die Bank und jeden Tag zu spüren. Der überzeugte Genossenschaftler: „Unser erfolgreiches Geschäftsmodell wird damit von der politischen Regulierungswut bedroht.“

Rund 150 gewählte Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt gut 12.000 Anteilseigner der Volksbank Rhein-Wupper und zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik waren in der Festhalle am Markt in Opladen zusammengekommen, um sich aus erster Hand von Vorstand und Aufsichtsrat über Verlauf und Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres berichten zu lassen. Auch wenn Regulatorik, Niedrigzinsniveau und fragwürdige Werbekampagnen staatlich gestützter Großbanken die Volksbanker vor besondere Herausforderungen stellten: Mit dem Jahr 2013 sind sie rundum zufrieden. So berichtete Schaefer nicht nur von überdurchschnittlichen Steigerungsraten von jeweils rund 8,0 Prozent bei Kundeneinlagen und –krediten, sondern auch von deutlichen Zuwächsen bei der Vermittlung von Finanzprodukten (Bausparverträge, Versicherungen, Hypothekendarlehen etc.).

Und das Ergebnis von alledem? Auch damit sind die Volksbanker nach Schaefers Worten zufrieden. Sichtbares Zeichen für den Geschäftserfolg der Bank sind die geleisteten Steuerzahlungen im Umfang von 1,8 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon fließt als Gewerbesteuer unmittelbar in die Säckel der drei Kommunen Leverkusen, Leichlingen und Langenfeld. Ihren Bilanzgewinn hat die Volksbank Rhein-Wupper mit 1,0 Millionen Euro ausgewiesen. Durch Beschluss der Vertreterversammlung fließen rund 400.000 Euro davon in Form einer 5-prozentigen Dividende als Gewinnbeteiligung zurück an die Teilhaber des Instituts. Mit den verbleibenden 600.000 Euro stärkt die Bank über die Rücklagen ihr Eigenkapital.

Dass die gewählten Mitglieder-Vertreter/innen mit der Entwicklung ihrer Bank rundum zufrieden sind, dokumentierten sie auf der Versammlung mit ihrem Abstimmungsverhalten. So wurde jeweils einstimmig der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung erteilt.

Einig zeigten sich die Bank-Vertreter auch bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat: Dr. Thilo Weimer und Walter A. Engels, beide wären formal mit Ablauf der Versammlung aus dem Amt geschieden, wurden ohne Gegenstimmen für weitere drei Jahre im Kontrollgremium der Bank bestätigt.