Pressebericht

EU-Abgeordneter Herbert Reul zu Gast bei der Volksbank

Herbert Reul, Abgeordneter des EU-Parlamentes und seit 1986 auch Mitglied der Volksbank Rhein-Wupper, nahm unsere deutliche Kritik an der europäischen Finanzmarktpolitik zum Anlass, mit uns  in einen direkten Meinungsaustausch zu treten. Am 28. August sprachen wir mit ihm. Mit dabei waren neben den Vorstandsmitgliedern Alexander Litz und Hans-Jörg Schaefer die stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Annegret Bruchhausen-Scholich und Ralf W. Barkey, Vorstands-vorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes.


Unsere Botschaft war ebenso klar wie einfach: Eine neue Bankenkrise muss verhindert werden.     Der Steuerzahler darf nie wieder zur Kasse gebeten werden, um Banken zu retten. Und die Volksbank Rhein-Wupper eG darf nicht die Suppe auslöffeln, die unseriöse Finanzakteure eingebrockt haben.


Jüngstes Beispiel ist der Europäische Bankenabwicklungsfonds, der von den europäischen Banken finanziert werden soll. Das Ziel: Unsolide (Groß-)Banken mit gescheiterten Geschäftsmodellen sollen ohne Schaden für die Allgemeinheit saniert oder abgewickelt werden. Auch die Volksbank Rhein-Wupper eG soll hier einzahlen, obwohl wir niemals Geld aus diesem Topf beanspruchen können. Dazu sagen wir nein! Und ergänzen: Die Beiträge müssen konsequent nach Risiko und Größe der Banken gestaffelt werden. Es kann nicht angehen, dass regional engagierte Kreditgenossenschaften wie die Volksbank Rhein-Wupper für die Absicherung riskanter Geschäftsmodelle international agierender Finanzinstitute zahlen müssen.


Was würden Sie sagen, wenn die Haftpflicht für Ihren Golf nach Jahrzehnten unfallfreiem Fahren plötzlich viel teurer wird, damit der Dauer-Raser im Sport-Coupé weniger zahlen muss?


Wir fordern: In den Bankenfonds müssen diejenigen einzahlen, die die Systemstabilität gefährden – und nicht die verlässlichen Partner des regionalen Mittelstands. Noch hat die EU-Kommission Zeit, nachzubessern.

Respekt und Dank an Herbert Reul, dass er uns zugehört hat. Und viel Mut, Durchsetzungswillen und Überzeugungskraft in Brüssel und Straßburg.