Volksbank Rhein-Wupper freut sich über solides Wachstum und erfreuliche Entwicklungen in 2016

Vorstand A. Litz und H.-J. Schaefer

Leverkusen. Die Volksbank Rhein-Wupper, mit 12.333 Mitgliedern und 133 Beschäftigten mitgliederstärkster Finanzdienstleister in der Region, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. „Wir haben unsere Marktpositionen behauptet und in allen Bereichen weiter ausgebaut“, zogen die beiden Bankvorstände Alexander Litz und Hans-Jörg Schaefer auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch (15. Februar) ein positives Fazit der vergangenen zwölf Monate. Gemeinsam erstatteten die beiden Bank-Chefs Bericht über ein Jahr, das den Banken im Allgemeinen und auch der Volksbank Rhein-Wupper im Besonderen einiges abverlangte.

Beispiel „Niedrigzinsen“: Was die Kreditnehmer freut, sorgt bei Geldanlegern für Frustration. Auch für die Volksbank Rhein-Wupper stellen die historisch niedrigen Tiefstände und die Folgen der „ultra-lockeren Geldpolitik“ eine Herausforderung dar. Die Bank selbst zahlt bereits Negativzinsen für Liquiditätsreserven, die sie bei ihrer Zentralbank vorübergehend „parkt“. Bislang hat das Institut darauf verzichtet, die eigenen Mitglieder und Kunden mit diesen Kosten zu belasten. Insgesamt drohe den Sparern jedoch eine „schleichende Enteignung“, so die Befürchtung der beiden Bankvorstände.

Zunehmende Regulatorik belastet

Als Belastung empfindet die Volksbank Rhein-Wupper auch den stetig steigenden regulatorischen Aufwand. Die Erfüllung bürokratischer Vorgaben bindet immer mehr Mitarbeiter. Diese Kapazitäten würde man viel lieber für die Betreuung und Beratung der Kunden nutzen.

Einen immer stärkeren Handlungsdruck spürt die Volksbank Rhein-Wupper beim Thema Digitalisierung. Schon jetzt besuchen deutlich mehr Menschen die Bank im Internet und nicht in einer der zehn Geschäftsstellen. Weiter aufwärts ging es auch mit den Zahlen für die Nutzung der 16 Geldautomaten. Die Zahl der Transaktionen stieg um 3,2 Prozent auf 566.633 an, das Auszahlungsvolumen stieg auf 87,3 Mio. Euro, das Einzahlungsvolumen auf 43,8 Mio. Euro – ein Plus von 19,7 Prozent.

Als Kreditgeber und Geldverwalter gefragt

Gefragt war die Volksbank Rhein-Wupper bei ihren Mitgliedern und Kunden im Jahr 2016 in gleichem Maße als Kreditgeber und als sicherer Verwalter privater und gewerblicher Geldvermögen. Die wichtigsten Kennziffern im Überblick: Die Bilanzsumme stieg um sechs Prozent auf einen neuen Höchststand von 632 Mio. Euro. Das Kundengesamtvolumen erhöhte sich ebenfalls überdurchschnittlich auf nunmehr 1,41 Mrd. Euro. Die Impulse für dieses Wachstum kamen sowohl aus dem Aktiv- wie dem Passivgeschäft. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um sechs Prozent auf 507 Mio. Euro. Besonders langfristige Mittel waren angesichts des historisch günstigen Zinsniveaus gefragt. Insgesamt   wurden den privaten und gewerblichen Investoren 1.431 Kredite über 104,1 Mio. Euro „frisches“ Kapital neu zugesagt.

Eine starke Position nimmt die Volksbank Rhein-Wupper traditionell bei der Vermittlung zinsgünstiger Darlehen der öffentlichen Hand ein. Im abgelaufenen Jahr verhalf das Institut insgesamt 48 Investoren zu einem derartigen Darlehen. Eine lebhafte Geschäftstätigkeit meldet die Bank auch aus dem Bereich „Finanzdienstleistungen“. Darunter fällt vor allem die Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen, Hypothekendarlehen oder Immobilien.

Auch die bilanziellen Einlagen der privaten und gewerblichen Kunden stiegen und liegen deutlich über dem Durchschnitt der Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen – dem Niedrigzins zum Trotz. Ähnlich wie 2015 waren auch 2016 vor allem liquide, kurzfristige Anlageformen gefragt. Das Gesamtkundeneinlagevolumen kletterte zum Bilanzstichtag um 7,0 Prozent auf 875,0 Mio. Euro. Auch das Eigenkapital konnte durch die erfolgreiche Geschäftsentwicklung weiter gestärkt werden.

Genossenschaftsgedanke in UNESCO-Liste aufgenommen

Auf dem Weg dahin gab es im vergangenen Jahr reichlich Rückenwind für die Bank. Denn der Genossenschaftsgedanke ist augenblicklich so populär wie nie zuvor. Kein Geringerer als die Weltkulturorganisation UNESCO hat die Idee am Jahresende als ersten deutschen Beitrag in die immaterielle Liste der Weltkulturgüter aufgenommen. „Ein Beweis für die hohe Aktualität genossenschaftlicher Prinzipien“, freuten sich Alexander Litz und Hans-Jörg Schaefer.

Den mit dem Genossenschaftsgedanken eng verbundenen Förderauftrag hat die Volksbank auch im Jahr 2016 wieder mit Leben erfüllt. So wurde unter anderem in Zusammenarbeit mit der Volksbank die Schülergenossenschaft BKL network eSG am Städtischen Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Leverkusen gegründet.

Fusion zur „VR Bank eG Bergisch Gladbach – Leverkusen“ geplant

„Traditionen bewahren. Die Zukunft gestalten.“ Unter diesem Motto steht die für 2017 geplante Fusion mit der VR Bank eG Bergisch Gladbach zur „VR Bank eG Bergisch Gladbach – Leverkusen“. Drei Gründe sprechen aus Sicht der beiden Partner für den Zusammenschluss:

  1. Ein attraktives Geschäftsgebiet mit hervorragenden Marktpotenzialen.
  2. Verbesserte Perspektiven für die Beschäftigten durch einen attraktiven,
    zukunftsfähigen Arbeitgeber
  3. Die effizientere Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.  

Die gemeinsame Bank hätte künftig fast 100.000 Kunden und über 45.000 Mitglieder. Sie würde über 400 Mitarbeiter zählen und 24 Geschäftsstellen betreiben. Die Bilanzsumme beliefe sich auf 1,9 Mrd. Euro, das betreute Kundenwertvolumen auf 4,25 Mrd. Euro.