Hervorragende Ergebnisse in einem herausfordernden Umfeld

Volksbank Rhein-Wupper zieht Bilanz

Leverkusen. Kundeneinlagen, Kreditvolumen, Eigenkapitalausstattung oder Mitgliederzuwachs: Die Bilanz für die Volksbank Rhein-Wupper weist für das Jahr 2014 in allen Geschäftsbereichen hervorragende Ergebnisse aus. „Wir haben unsere dynamische Entwicklung engagiert fortgesetzt“, fasste Vorstand Hans-Jörg Schaefer während des Bilanz-Pressegesprächs das abgelaufene Jahr zusammen. Mit aktuell 12.178 Anteilseignern, so Schaefer, sei die Genossenschaftsbank erneut der mitgliederstärkste Finanzdienstleister in der Region.

In einem herausfordernden Umfeld, geprägt durch den politisch motivierten Niedrigzins, einen intensiven Wettbewerb und erhebliche regulatorischen Belastungen, hat die Volksbank Rhein-Wupper erneut kräftige Zuwächse im Kundengeschäft generieren und so ihre Marktposition ausbauen können. Vorstand Hans-Jörg Schaefer und sein Kollege Alexander Litz legten am Freitag die dazu passenden Zahlen vor.

Um fast sechs Prozent ist die Bilanzsumme im Jahresvergleich auf jetzt 565 Millionen Euro gestiegen. Das Kundengesamtvolumen stieg von 1,20 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf jetzt 1,26 Milliarden. Dieser Wert umfasst neben den bilanzwirksamen Geschäften u.a. auch die vermittelten Kredite sowie die Guthaben der Mitglieder und Kunden bei Finanz-Verbundpartnern wie der R + V Versicherung, der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder der Union-Investment.

Das Kreditgeschäft konnte die Genossenschaftsbank um beachtliche fünf Prozent auf ein Gesamtvolumen von 487 Millionen Euro steigern. „Viele Kunden sicherten sich das historisch günstige Zinsniveau“, begründete Alexander Litz die 1.582 Kreditzusagen im letzten Jahr. Beim Gewerbe gab es ein Plus von 2,5 Prozent, bei den privaten Finanzierungen sogar eine satte Steigerung in Höhe von 8,3 Prozent.

„Kreditquelle statt Kreditklemme:“ so bewertet Hans-Jörg Schaefer die beeindruckenden Zahlen. „In vielen europäischen Ländern klagen Investoren über fehlende Finanzierungsmittel. In Deutschland mit seinem starken regionalen Bankensystem, das über 60 Prozent der Firmenkredite beisteuert, ist das kaum ein Problem“, so Schaefer. Da ärgert es ihn, wenn engagierte Regionalbanken wie die Volksbank Rhein-Wupper durch die EU-Finanzpolitik immer stärker belastet und damit ausgebremst werden.

Die trotz der historischen Niedrigzinsphase noch einmal deutlich von 448 auf jetzt 479 Millionen Euro angestiegen Kundeneinlagen sind ein großer Vertrauensbeweis für die Volksbank Rhein-Wupper. „Diese Mittel bilden zusammen mit dem erneut gestiegenen Eigenkapital die solide Refinanzierungsstruktur für unser regionales Kreditgeschäft“, erklärte Alexander Litz. Der Vorstand hat festgestellt, dass es den Mitgliedern und Kunden beim Sparen vor allem um Zukunftsvorsorge und Alterssicherung geht.

Dabei fällt den hoch motivierten und gut qualifizierten 119 Voll- und Teilzeitkräften der Volksbank eine besondere Rolle zu. Sie weisen mit einer fundierten genossenschaftlichen Beratung Wege aus der Niedrigzinsfalle. Um die hohen Ansprüche an die Finanzberatung erfüllen zu können, investierte die Bank erneut in Weiterbildung und moderne Technik. Besonders gefördert wird der Ausbildungssektor: Aktuell machen sich 13 junge Menschen mit den anspruchsvollen Inhalten des Bankgeschäfts vertraut – eine  vorbildliche Initiative der Genossenschaftsbank. Das, so Schaefer, sei Teil der großen Gesellschaftsrendite der Volksbank. Dazu gehört auch das Steueraufkommen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro, das  größtenteils in der Region bleibt. Hinzu kommen die im Jahr 2014  ausgeschütteten Spenden und das Sponsoring im Gesamtvolumen von über 100.000 Euro „Wir bleiben ein zuverlässiger Partner von Kultur, Sport und anderen Vereinen und Gruppen in der Region“, versicherte Hans-Jörg Schaefer.

Intensiver Wettbewerb, hohe Kosten durch regulatorische Anforderungen und ein erheblicher Margendruck in Folge des Niedrigzinsniveaus sind aus Sicht der Vorstände die zentralen Herausforderungen für die kommenden Jahre. Der steigenden Erwartung der Kunden an die Bankinfrastruktur ist die Volksbank Rhein-Wupper bereits mit ihrer neuen Volksbank-App begegnet. „Damit hat man auf dem Smartphone die komplette Bank in der Hosentasche“, beschreibt Alexander Litz den neuen Service.

„Unser Ziel ist es, die Marktposition weiter auszubauen. Als starke genossenschaftliche Bank in einer starken Region sehen wir uns dafür gut aufgestellt“, blickte Hans-Jörg Schaefer optimistisch nach vorn. Dabei sind eine noch größere Kundenzufriedenheit sowie die Sicherstellung von nachhaltiger Wirtschaftlichkeit die wichtigsten strategischen Ziele der Volksbank Rhein-Wupper.