Die ersten Wochen in der Bank – mein Start in der Praxis als Banker

Gereon Runte

Nach den ersten Monaten der Ausbildung bei der Volksbank Rhein Wupper eG steht für mich fest, den richtigen Ausbildungsbetrieb gewählt zu haben.

Bisher war ich in zwei verschiedenen Geschäftsstellen eingesetzt und habe gemerkt, wie unterschiedlich diese – trotz gleicher Aufgaben – sein können. Jede Kollegin bzw. jeder Kollege hat andere Herangehensweisen, den Wünschen der Kunden gerecht zu werden und die Kunden bestmöglich zu beraten. So kann man sich als Auszubildender vieles „abgucken“ oder zum Beispiel gute Formulierungen merken, um diese dann in den Seminaren und später im Kundengespräch selber anwenden zu können.

Der größte Teil der Ausbildung ist praxisorientiert. Zusätzlich kommen durch den betriebsinternen Unterricht, die Seminare und Schulblöcke drei theoretische Komponenten hinzu, die uns helfen, praxisrelevantes Wissen zu erlangen. Interessant war auch die „genossenschaftliche Bildungsfahrt“, die unser Ausbildungsjahr, gemeinsam mit Azubis anderer Genossenschaftsbanken, ins Raiffeisen-Museum und nach Montabaur zur Akademie Deutscher Genossenschaften unternommen hat. Hier konnten wir den genossenschaftlichen Gedanken der Bank sowie viele Weiterbildungsmöglichkeiten näher kennenlernen.

Mich freut die Vielseitigkeit der Ausbildung, allerdings begeistert mich noch mehr das gute Klima unter uns Auszubildenden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Da – wie erwähnt – ein großer Teil der Ausbildung in der Praxis stattfindet, möchte ich von meinen Erfahrungen berichten:

Wir Azubis lernen die einzelnen Geschäftsstellen in unserem Geschäftsgebiet genauer kennen und stehen den Kunden am Schalter von Anfang an im direkten Kundengespräch gegenüber. Da wir erst eine Menge lernen müssen, bevor wir selber Kunden umfassend beraten können, dürfen wir die Kundengespräche der Beraterinnen und Berater begleiten oder in Begleitung durch die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen selber führen.

Ich habe z. B. ein Kundengespräch zum Thema Riester-Rente begleitet:

Bevor wir mit der Kundin ins Gespräch gekommen sind, vereinbarten wir mit ihr einen Termin. Das ist für den Kundenberater wichtig, um sich die nötige Zeit für die Kundin nehmen zu können und um das Gespräch gut vorzubereiten.

Nachdem die Kundin zu uns in die Bank gekommen ist und wir ihr einen Kaffee angeboten haben, konnten wir alle Informationen von der Kundin erfragen, die wir brauchten, um sie gut beraten zu können. Für einen Riester-Vertrag ist es besonders wichtig, das Einkommen zu kennen und zu wissen, wie viele Kinder sie hat. Denn davon hängen die staatlichen Förderungen ab. Da die Kundin noch ein weiteres Kind erwartete, rechneten wir auch schon mal für die nächsten Jahre vor.

Die staatlichen Förderungen waren in ihrem Fall sehr hoch im Vergleich zu dem Betrag, den die Kundin selber einzahlen muss, um die Förderungen zu erhalten. Die Kundin war damit sehr zufrieden und wollte einen Riester-Vertrag abschließen. Wir haben ihr dann noch die verschiedenen Möglichkeiten (wir sagen Produkte) erklärt, bei denen die staatliche Förderung möglich ist, und ihr anschließend alle erforderlichen Vordrucke ausgefüllt.

Für mich war das Gespräch eine gute Erfahrung und ich hoffe auf weitere Gespräche mit netten Kunden. Da ich selber durch das Gespräch, das ich begleiten durfte, von der Riester-Rente überzeugt wurde, habe ich im Anschluss an das Gespräch meinen eigenen Riester-Vertrag abgeschlossen. Es kann aus meiner Sicht für die Altersvorsorge nicht zu früh sein.