Volksbank-Reise nach Usedom

vom 27.05.2015 bis 01.06.2015

Bereits morgens um 6:00 Uhr konnte Volksbank-Reisebegleiter Lothar Heinen die ersten Teilnehmer an der diesjährigen „kleinen“ Volksbank-Reise vor der Hauptstelle der Volksbank in Opladen begrüßen und um 6:30 Uhr startete pünktlich der moderne Reisebus der Firma Busreisen Rather in Richtung Lützenkirchen, um dort Klaus Göddertz, den Reisebegleiter vom Reisebüro Herweg, und die übrigen Mitreisenden einzusammeln. Dann ging es auf die Autobahn! Das Ziel: Die Ostseeinsel Usedom.

Die Fahrt verlief insgesamt sehr entspannt. Selbst die neuralgischen Stellen der Strecke, wo wir eventuell mit Staus gerechnet hatten, konnte der Bus störungsfrei passieren. So waren wir fast schon zu früh am ersten Etappenziel, dem Hofcafe´-Restaurant Oelkers in Wenzendorf, wo wir die Mittagspause verbrachten und ein leckeres Mittagessen einnehmen konnten. Auch die weitere Fahrt verlief ohne Probleme, sodass wir zeitlich nahezu punktgenau in unserem 4-Sterne-Hotel Seeklause in Trassenheide eintrafen.

Am Donnerstag startete dann die erste Tagestour mit den Zielen Greifswald und Peenemünde. Zunächst konnten wir in Greifswald bei einem Rundgang den historischen Marktplatz mit den beiden sehenswerten Bürgerhäusern am Markt 11 und 13, den Greifswalder Dom, die Universität und das Geburtshaus von Caspar David Friedrich bewundern. Nach der Mittagspause führte uns der Weg dann vorbei am Museumshafen, der Wieker Holzklappbrücke und der Klosterruine Eldena nach Peenemünde. Dort stand der Besuch des Historisch-Technischen Museums auf dem Programm. In den dort zu besichtigenden Anlagen der damaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wurde u.a. unter der wissenschaftlichen Leitung von Wernher von Braun in der Zeit von 1936 bis 1945 die Rakete A4, die heute als Vorläufer aller militärischen und zivilen Trägerraketen gilt, entwickelt.

Am Freitag stand dann der Besuch der Kaiserbäder auf dem Programm. Zunächst fuhren wir zum Seebad Ahlbeck. Ahlbeck ist wohl eines der bekanntesten Ostseebäder und gehört zu den drei Kaiserbädern. Die Strandpromenade und das Wahrzeichen der Stadt, die historische Seebrücke, wurden zu Fuß erkundet. Dabei bot sich ein toller Blick auf die beeindruckenden Strandvillen und eine Vielzahl von sehenswerten Bauten im Stil der klassizistischen Bäderarchitektur.

Etwas außerhalb des zweiten Kaiserbades in Heringsdorf, dass als nächstes auf dem Programm stand, besuchten wir zunächst eine Fabrikationsstätte für ein typisches Ostseeprodukt: den Strandkorb! Nach einem kurzen Vortrag zur Geschichte der Korb GmbH & Co KG, der ältesten Strandkorb-Manufaktur Deutschlands, konnten die Reiseteilnehmer in den Produktionshallen live den Bau der Strandkörbe in den verschiedenartigen Ausgestaltungen in Augenschein nehmen: Fazit: Alles Handarbeit! Bei der dann folgenden Besichtigung des Stadtzentrums beeindruckte vor allen Dingen die modern gestaltete Heringsdorfer Seebrücke. Sie ist mit 508 Metern die imposanteste und längste Seebrücke Festland-Europas. Nach der Mittagspause stand dann der Besuch des dritten Kaiserbades in Bansin auf der Agenda. Längst nicht so mondän und weitläufig wie die beiden anderen Kaiserbäder, zeigt Bansin seinen Charme nur in einem eng begrenzten Bereich an der Strandpromenade – aber auch diese etwas andere Ausstrahlung wusste zu gefallen.

Nach einem kurzen Abstecher nach Benz mit der Besichtigung der Kulturmühle und der Kirche Benz, stand als letzter Tagesordnungspunkt die Besichtigung eines recht ungewöhnlichen Museums auf dem Programm: Das Steinmuseum in Pudagla. Eine fast schon skurill anmutende Ansammlung von bis zu 8,5 Tonnen schweren Steinen, die während der letzten Eiszeit von Skandinavien nach Usedom gekommen sind.

Der Samstag-Vormittag stand zunächst im Zeichen des Besuches eines deutschen Nachbarlandes: Polen. Auf Usedom grenzen Deutschland und Polen unmittelbar aneinander und so konnten wir mit dem Bus direkt bis zur Strandpromenade von Swinemünde fahren, das heute polnisch ist und in der Landessprache Świnoujście heißt. Im Umfeld der Strandpromenade wusste die Stadt durchaus zu gefallen, auch wenn das Stadtbild an diversen Stellen von großen Baustellen gekennzeichnet war, an denen, wie uns der Reiseleiter erläuterte, eine Vielzahl von neuen Luxushotels entstehen. Die Mittagspause verbrachten wir dann in der Fischräucherei „Klönsnack“ in Kamminke. Herrlich frisch geräucherter Fisch stand auf dem Speisezettel: Ein echter Genuss!!!

Darauf folgte die Weiterfahrt zum Lieper Winkel. Diese ins Achterwasser ragende Halbinsel gefiel durch ihren ländlichen Charme und ihre unberührte Schönheit. Da bis zum Abendessen noch etwas Zeit verblieb, organisierte Klaus Göddertz spontan einen Besuch des Usedomer Flughafens in Heringsdorf - kombiniert mit der Besichtigung des dortigen Museums, in dem etliche Oldtimer-Flugzeuge und weitere Exponate bewundert werden konnten.

Danach ging es dann auch zum Abendessen. An diesem Tag ein besonderes Erlebnis, da uns im Wasserschloss Mellenthin ein außerordentlich vielfältiges und schmackhaftes Sommer-Schlemmer-Buffet erwartete.

Am Sonntag, unserem letzten Programmtag auf Usedom, fuhren wir morgens nach Stagnieß. Dort bestiegen wir die MS „Jessica“ zu einer ca. zweistündigen Fahrt über das Achterwasser. Eine ruhige und idyllische Tour, die uns bei gutem Wetter einen tollen Eindruck von diesem rund 300 Quadratkilometer großen Gewässer verschaffte. Danach ging die Fahrt nach Zinnowitz und dort stand der Nachmittag allen Mitreisenden zur individuellen Gestaltung zur Verfügung. Viele nutzen die Zeit u.a. für die Besichtigung der Tauchgondel am Ende der 315 m langen Seebrücke – eine nicht alltägliche Konstruktion. Danach ging es zurück zum Hotel und das letzte gemeinsame Abendessen wurde eingenommen.

Am Montag stand das Frühstück schon früher auf dem Programm, da die Abfahrt Richtung Heimat schon für 8:00 Uhr geplant war. Auch die Rückfahrt verlief nahezu störungsfrei, sodass wir nach einem Zwischenstopp für ein leckeres Mittagessen im Restaurant „Zur Linde“ in Seevetal schließlich auch pünktlich wieder in Opladen eintrafen.

Das allgemeine Fazit: Eine schöne Tour, für die sich die lange An- und Abreise wirklich gelohnt hat!