Volksbank-Reise nach Irland

vom 11.09.2015 bis 18.09.2015

Nach einer problemlosen Flugreise via Düsseldorf empfing unsere Reiseleiterin Doris Heinrich die 37-köpfige Reisegruppe des Volksbank-Reiseclubs in Dublin, der Hauptstadt von Irland.

Auf einer kurzen Stadtrundfahrt sahen wir u.a. das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock, verschiedene Regierungsgebäude, das Trinity College und die in allen Farben des Regenbogens angemalten Haustüren im viktorianischen Viertel. Alsbald ging es gen Westen nach Nenagh zu unserem ersten Nachtquartier. Das Wichtigste, das uns Doris als „irish greenhorns“ unterwegs  erläuterte, war, wie man ein Guinness richtig trinkt.

Der zweite Tag hielt ein interessantes Highlight bereit: In dem kleinen Ort Upperchurch wurden wir in die Geheimnisse des Torfstechens und des Nationalsports Hurling eingeweiht. Nach einer Stärkung mit Scones, Kaffee und Tee im Pub versuchten sich ganz Mutige im irischen Tanz.

Weiter ging es westwärts. Nach Stopps in Cashel und Limerick erreichten wir Tralee, unsere Basis für die nächsten drei Nächte.

Tag drei stand im Zeichen des Ring of Kerry. Im „Torf-Dorf“ in Killorglin lernten wir einiges über das Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Kaum einer ließ sich danach den Irish Coffee im angrenzenden Pub „The Red Fox“ entgehen.

Nächste Station war Derrynane Beach. Dieser wunderschöne Strand am Atlantik lud einige Reiseteilnehmer ein, trotz der Kneippbecken-Temperatur des Wassers Schwimmen zu gehen. Hochachtung!

Im Killarney-Nationalpark genossen wir die tolle Aussicht vom „Lady’s View“. Bei einem Spaziergang durch den Muckross Garden mit herrlichen Beeten und schönem Baumbestand gab es Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten.

Am folgenden Tag mussten wir dem zeitweise regnerischen Wetter Tribut zollen:

"Es wollte die Gruppe um Dingle drumrum.

Der Weg war geflutet, das war ziemlich dumm.

Unser Fahrer unverdrossen

Drehte um kurzentschlossen.

Man fuhr um die Insel einfach anders herum."

An der Küstenstraße ganz im Westen der Dingle-Halbinsel setzte uns der Fahrer ab. Wir spazierten ein Stück die Straße entlang und ließen uns an der wilden Küste den Wind um die Nasen wehen. Im Besucherzentrum sahen wir einen Film über die seit 1953 unbewohnten Blasket Islands, die drei Meilen vom Festland entfernt im Atlantik liegen und im Winter oft vom Festland abgeschnitten waren.

Kurz vor Tralee strömte immer noch das Wasser über die Straße. Mutig, aber vorsichtig schipperte unser Fahrer den Bus diesmal hindurch.

Am Abend besuchten wir das nationale Folkloretheater „Siamsa Tíre“. Mit irischem Tanz, Gesang und Instrumenten wurde hier in dem Stück „Oilean – Celebrating the Blasket Islands“ das Leben auf den Inseln, wie wir es tagsüber im Film gesehen hatten, eindrucksvoll nachgespielt. Ein phantastischer Abend!

Nach der dritten Nacht in Tralee besichtigten wir die Kirche und die reetgedeckten Häuser in Adare.

Das nächste Highlight: die beeindruckenden Cliffs of Moher, die sich über acht Kilometer erstrecken und an ihrer höchsten Stelle 214 Meter aus dem Atlantik aufragen. Faszinierend auch der „Burron“, eine Karstlandschaft, die wir danach bestaunen konnten. Noch ein kurzer Stopp in dem kleinen Fischerort Kinvarra, dann ging es auf die letzte Etappe nach Galway, wo wir zwei Nächte logierten.

Die weitläufige, hügelige Moor- und Heidelandschaft des Connemara-Nationalpark stand am nächsten Tag auf dem Programm. Wir hielten in Leenaun, das an dem einzigen Fjord Irlands, dem Killary Harbour liegt, an einem Aussichtspunkt beim Loch Carra und in Cong, in dem 1952 der John-Wayne-Film „The Quiet Man“  gedreht worden war. Zurück in Galway hatten wir Gelegenheit zum Bummeln in dieser typisch irischen Hafenstadt.

Am vorletzten Tag verließen wir den Westen der grünen Insel und fuhren wieder gen Osten. In der alten Klosteranlage Clonmacnoise erzählte ein Film über den Gründer, den heiligen Ciarán.

Es folgte die letzte Etappe nach Dublin. Hier führte uns Doris durch die St. Patricks Kathedrale, bevor Zeit zur freien Verfügung war für einen Bummel durch das Pubviertel „Temple Bar“ oder über die Ha’Penny-Bridge. Am Abend speisten wir im originellen Restaurant „The Church“, untergebracht in einer ehemaligen Kirche.

Und schon war der Tag unserer Abreise gekommen. Aber vor dem Rückflug wurden uns noch einige Programmpunkte geboten.

Gleich nach dem Frühstück ging es zur Old Jameson Destillery mit einer  Führung  zu den Besonderheiten dieses Whiskeys.

Zu guter Letzt besuchten wir die National Botanic Gardens sowie einen Aussichtspunkt und den Yachthafen auf der Halbinsel Howth. Ein sehr schöner Abschluss, bevor wir zum Flughafen mussten. Dort hieß es Abschied nehmen von Doris und der grünen Insel, die sich im Verlauf der Woche auch wettertechnisch immer mehr von ihrer angenehmen Seite zeigte.

Schade, eine interessante Woche in Irland mit vielen schönen Eindrücken war schon vorbei.

 

"Durch Irland ging die Volksbank-Tour,

und Doris zeigte Land und Kultur.

Das Wetter war’n Mix,

das macht aber nix.

Wir hatten Spaß und Freude pur."

(Bericht von Petra Schmitz und Hans-Jörg Schaefer)