Volksbank Rhein-Wupper verzeichnet erfolgreiches Geschäftsjahr
Leverkusen. Die Volksbank Rhein-Wupper kann trotz der anhaltenden Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 zurückblicken.
Das war Tenor in den Berichten, die Aufsichtsratsvorsitzender Heribert Gierlichs und Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schaefer am Dienstagabend, 1. Juni, vor der in der Festhalle am Markt in Leverkusen-Opladen tagenden Vertreterversammlung vortrugen.
„Die gute Botschaft lautet trotz aller bürokratischen Hindernisse und trotz aller Wettbewerbsverzerrungen: Unsere Volksbank geht gestärkt aus der Bankenkrise hervor. Gute Beratung und gute Finanzdienstleistungen haben sich bewährt. Ebenso unser Geschäftsmodell“, fasste Schaefer zusammen.
Doch bevor Hans-Jörg Schaefer detailliert auf das Zahlenwerk der Jahresbilanz 2009 der Volksbank Rhein-Wupper einging, bezog er Stellung zu aktuellen Entwicklungen in Politik und Wirtschaft, die nach seiner Einschätzung „in hohem Maße die Wettbewerbsfähigkeit der Genossenschaftsbanken und damit auch die Zukunftsfähigkeit unserer Volksbank Rhein-Wupper“ beeinflussen. Als Stichworte nannte er „Wettbewerbsverzerrungen durch staatlich gestützte Mitbewerber“, „die Bankenabgabe als ordnungspolitischer Offenbarungseid“ und „bürokratische Monster unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes“.
„Verlässlichkeit, Fairness, Transparenz und Sicherheit – das waren die Grundsätze, die uns als Genossenschaftsbank in den vergangenen Monaten auch durch die Stürme der Finanzmarktkrise geleitet haben“, verdeutlichte Schaefer auch im Namen seines neuen Vorstandskollegen Alexander Litz, der im Februar die Nachfolge von Alfred Salz angetreten hat, der in den Ruhestand gewechselt ist.
Dass die Volksbank Rhein-Wupper das schwierige Bankenjahr 2009 erfolgreich gemeistert hat, wurde auch auf das gut funktionierende Volksbank-Geschäftsmodell zurückgeführt. Schaefer: „Nachhaltigkeit und Transparenz bei der Betreuung unserer Kunden und Seriösität im Produktangebot. Dafür steht die genossenschaftliche Bankengruppe in Deutschland und dafür steht auch Ihre Volksbank Rhein-Wupper.“ Im Unternehmensleitbild der Volksbank, das im letzten Jahr den Mitgliedern vorgestellt wurde, sind die 14 Stärken der Kreditgenossenschaft aufgelistet.
Dynamisches Wachstum in vielen Bereichen
Die innere Stärke der Bank wird beim Blick auf die Bilanz für 2009 deutlich. Die Bilanzsumme konnte um fast sieben Prozent auf 475 Mio. Euro gesteigert werden. Das Kundengesamtvolumen legte um fast fünf Prozent auf 1,03 Mrd. Euro zu und übersprang damit erstmals die Milliardengrenze. Wachstumstreiber war das Einlagengeschäft mit „erfreulichen Zuwächsen vor allem im Bereich der Spareinlagen“, so Schaefer. Der Bestand der Kundeneinlagen erhöhte sich um plus 7,4 Prozent auf 397 Mio. Euro. Insgesamt betreute die Bank ein Kundenanlagevolumen von 620 Mio. Euro.
Auch der oft gebrauchte Begriff der so genannten „Kreditklemme“ trifft auf die Volksbank Rhein-Wupper nicht zu. Die Bank sei vielmehr ihrem genossenschaftlichen Auftrag, den Mitgliedern, Kunden und der Region mit ausreichend Krediten zur Verfügung zu stehen, in jeder Hinsicht nachgekommen. 1.371 Kreditbewilligungen wurden bearbeitet. Dabei stiegen die Neubewilligungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um etwa 20 Prozent auf 57 Mio. Euro.
Erfolgreich war die Volksbank auch im Fördermittelgeschäft. Insbesondere Häuslebauer nutzten das Know-how der Bankberater bei der Vermittlung zinsgünstiger staatlicher Gelder. Besonders Investitionen im Bereich regenerativer Energien sorgten für eine rege Kreditnachfrage. Ebenso erfolgreich fortgesetzt wurde die Zusammenarbeit mit den Spezialinstituten im genossenschaftlichen FinanzVerbund (Bausparen, Versicherungen und Wertpapiere). Über seine Dienstleistungen für die Privat- und Geschäftskunden hinaus sieht sich das Geldinstitut auch selbst als bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für die Region. Die Bank beschäftigt an den zehn Geschäftsstellen in Leverkusen, Langenfeld und Leichlingen über 140 Personen. Zum Jahresende befanden sich elf junge Menschen in der Ausbildung.
Fünf Prozent Dividende
Auch das Prüfungsergebnis spiegelt die positive Situation der Bank wider. Der Volksbank Rhein-Wupper wird eine geordnete Vermögens- und Finanzlage bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat wurde im weiteren Verlauf der Sitzung Entlastung erteilt. Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses fand ebenso die notwendige Zustimmung wie die Beschlussfassung über die Höhe der Dividende. Fünf Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben werden aus dem Jahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro an die fast 11.000 Mitglieder ausgeschüttet.
Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurde Dr. Norbert Krey. Manfred Adams stellte sich aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl, Dirk Delanier und Helmut Joest schieden altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus. Dirk Delanier wurde für zehnjährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat mit der Ehrenurkunde des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Silber des RWGV wurde an Helmut Joest für fast 21-jährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat verliehen.