
Volksbank-Reise nach Rügen
Am Donnerstag, 25.09.2008, stand der moderne Reisebus des Reisebüros Herweg bereits zu früher Stunde vor der Zentrale der Volksbank in der Herzogstr. in Opladen, lag das Reiseziel für die diesjährige „kleine“ Volksbank-Reise doch immerhin ca. 700 km entfernt: Die Insel Rügen.

Nur unterbrochen von einem urigen Mittagessen im Hof-Restaurant „Glantz & Gloria“ in Delingsdorf und einigen kurzen Zwischenstopps erreichten wir das Ziel unserer Reise, das Parkhotel in Bergen auf Rügen am frühen Abend.
Nach dem Zimmerbezug, einem Empfangscocktail und einem tollen Abendessen waren alle Reisenden froh, zeitig das Zimmer aufsuchen zu können - die lange Busfahrt war doch ziemlich ermüdend.
Kap Arkona, ein fast 50 m hohes Felsplateau, ist der nördlichste Punkt der Insel Rügen. Dieses interessante und geschichtsträchtige Monument war unser erstes Ziel am Freitag Morgen. Anschließend fand ein Besuch des kleinen Fischerdorfes Vitt statt. Wo früher große Heringsmärkte abgehalten wurden, erinnern heute nur noch 13 Häuser mit ihren historischen Hauszeichen und die wunderschöne Uferkapelle in dem komplett denkmalgeschützten Dorf an die einstige Blütezeit.
Am Nachmittag stand die Besichtigung der Kreideküste, dem Wahrzeichen der Insel Rügen, auf dem Programm. Einen optimalen Blick auf die Kreidefelsen mit dem berühmten „Königsstuhl“ als höchstem Punkt hatten wir von Bord des kleinen Kutters, mit dem wir an der Küste entlang fuhren. Die Fotoapparate klickten unentwegt, da die gesamte Küste im strahlenden Sonnenschein fantastische Bildmotive bot.
Im Anschluss fuhren wir zunächst im Seebad Prora durch die endlosen Gebäudereihen der von der Organisation Kraft durch Freude Ende der dreissiger Jahre geplanten Urlaubsstätte für bis zu 20.000 Gäste. Ein beeindruckendes Beispiel , wie der Nationalsozialismus seinen Machtanspruch sowohl mittels Architektur als auch über eine gleichgeschaltete Bevölkerung vollständig ausüben wollte.
Der anschließende kurze Besuch des Seebades Binz mit seinem feinsandigen Strand, den schönen Buchen- und Kiefern und den Häusern im Stil der Bäderarchitektur machte deutlich, warum dieses einst mondänste Seebad Deutschlands früher den Namen „Nizza des Ostens“ trug.
Der folgende Samstag stand tagsüber ganz im Zeichen der Insel Hiddensee. Nach der Überfahrt mit dem Fährschiff konnten wir bei einem Strandspaziergang bei wiederum perfektem Wetter die ganze Schönheit der Küste erleben - frische Luft inclusive, da die Insel Hiddensee autofrei ist. Nach dem Mittagessen besichtigten wir dann das Haus und die letzte Ruhestätte des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann. Das zum Museum umgebaute Haus des großen Künstlers und Dichters vermittelt in seiner Originalität eine ganz besondere Atmosphäre, die uns alle beeindruckte.
Nach der Rückkehr ins Hotel stand uns nach dem Abendessen noch ein Besuch des Theaters in Putbus bevor. Ein amüsantes Programm der DISTEL, dem bekannten Kabarett-Theater aus Berlin, rundete einen ereignisreichen Tag ab.
Am Sonntag war dann im Rahmen der Tour „Südrügen“ zunächst die Halbinsel Mönchgut unser Ziel. Die unberührte Natur im Biosphärenreservat Süd-Ost-Rügen und die traditionellen Badeorte verschmelzen dort zu einer einzigartigen Urlaubsregion, in der es neben Natur-pur auch vielfältige Freizeitmöglichkeiten gibt. Der beeindruckenste Badeort ist Sellin mit seinen aufwändig restaurierten Häusern und der neuen Selliner Seebrücke, die auch am Abend noch unser Ziel sein sollte.
Natürlich durfte beim Besuch der Insel Rügen auch die Fahrt mit dem „Rasenden Roland“, der ältesten deutschen Schmalspurbahn, nicht fehlen. Ein einmaliges Erlebnis, mit diesem rollenden Museum durch die wunderschöne Landschaft zu fahren.
Zum Abendessen fuhren wir dann in das Restaurant „Kaiserpavillon“ in der Seebrücke Sellin. Dort erwartete uns ein edles 4-Gang-Menü der gehobenen Art. Zu vorgerückter Stunde sorgte der Matrose „Mücke“ mit seinem Schifferklavier für prächtige Stimmung.
Am Montag stand dann leider schon wieder die Rückreise bevor - nicht jedoch, ohne zum Abschluss die historische Innenstadt von Stralsund besichtigt zu haben. Die amüsante
Stadtführung durch den Seebär „Kuttel“, einem echten Stralsunder Original, führte uns vorbei an liebevoll restaurierten Bürgerhäusern und imposanten Backsteinkirchen. Beim kurzen Abstecher in den Hafen von Stralsund konnten wir zudem noch das imposante Segelschiff „Gorch Fock“ bewundern.
Auch die Rückfahrt, die noch für ein ausgezeichnetes Mittagessen im Restaurant „Mecklenburger Mühle“ unterbrochen wurde, verlief problemlos, sodass wir am Abend wieder wohlbehalten in Opladen eintrafen.


