In diesem Jahr stand mit dem Reiseziel "Hamburg" für die knapp 30 Teilnehmer der "kleinen" Volksbank-Reise der Besuch einer deutschen Weltstadt auf dem Programm.
Mit einer großen Portion Vorfreude traf sich daher der Reiseclub am Donnerstag, 15.09.2011, vor der Volksbank-Zentrale in Opladen zur Abfahrt mit dem komfortablen Reisebus des Reisebüros Herweg.
Bereits nach zweieinhalb Stunden wurde das erste Zwischenziel erreicht. Eine Führung durch Osnabrück stand auf dem Programm. Ein Stadtführer präsentierte die geschichtlichen Hintergründe im Rahmen der Besichtigung des historischen Rathauses, der alten Marktkirche St. Marien und des romanischen Doms St. Peter ebenso unterhaltsam wie die kleinen Episoden und Geschichten der Stadt, die er während des Rundgangs durch die sehr schön erhaltene Altstadt zum Besten gab. Nach einem schmackhaften Mittagessen in der urigen Hausbrauerei "Rampendahl" und der Rückkehr zum Bus waren sich alle Reisenden einig: Osnabrück ist eine schöne kleine Stadt und allemal einen Besuch wert.
Erfreulicherweise ohne einen einzigen Stau erreichte der Bus dann am frühen Abend pünktlich das Hotel Eggers in Hamburg, in dem nach einem Begrüßungscocktail mit einem abwechslungsreichen Buffet auch der Abend in lockerer "Kennenlernrunde" verbracht wurde.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Besichtigung der Stadt Hamburg. Zunächst führte die Fahrt um die Außenalster. Großzügige öffentliche und private Grünanlagen und prächtige Stadthäuser und Villen prägen das Bild. Nach einem kleinen Spaziergang, der auch die Besichtigung der Imam-Ali-Moschee, dem islamischen Zentrum von Hamburg, einschloss, führte die Route dann zur Mittagszeit ins Zentrum von Hamburg. Auf dem großen Rathausvorplatz war die besondere Atmosphäre der Großstadt Hamburg hautnah erlebbar – einfach faszinierend! Nach der Mittagspause stand zunächst die Besichtigung der St. Michaeliskirche, deren vollständige Renovierung im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, auf dem Programm. Diese wunderschöne Barockkirche, eines der Wahrzeichen Hamburgs, beeindruckt mit der großen Bronzestatue des Erzengels Michael, der außen über dem Hauptportal hängt, und mit der wunderschönen Gestaltung des Innenraums und des Altarbereichs. Unterhalb des "Michels", wie die Kirche genannt wird, befinden sich die Krameramtsstuben, die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts in Hamburg. Im engen Hinterhof mit seinem schmalen Durchgang werden einige kleine Geschäfte und ein Restaurant betrieben – von der Straße aus nicht zu erahnen. Natürlich durfte auch die Besichtigung von St. Pauli nicht fehlen. Hier sorgte der Stadtführer mit vielen kleinen Geschichten rund um das Rotlichtviertel für einige Erheiterung. In guter Stimmung ging es dann zum Abendessen in das direkt an der Elbe gelegene Restaurant "Fischerhaus". Natürlich stand vorrangig Fisch auf der Speisekarte und die überwiegend gewählten Schollen nach Finkenwerder Art schmeckten auch ausgezeichnet.
Am Samstag Vormittag führte der Reiseplan in den Hamburger Stadtteil Veddel. Hier befindet sich das Auswanderermuseum BallinStadt, das in der Folge besichtigt wurde. Auf 2.000 qm Ausstellungsfläche werden vielfältige Exponate, aber auch viele Berichte von Zeitzeugen präsentiert, die im Laufe der Jahrzehnte seit Mitte des 19. Jahrhunderts gesammelt wurden. Es wurde beeindruckend deutlich, welche unterschiedlichen Gefühle die über 5 Millionen Auswanderer bewegt haben müssen - je nach Lebenssituation eine Mischung aus Hoffen und Bangen.
Das Kontrastprogramm zu diesem Blick in die Vergangenheit bot den Reisenden dann der nächste Programmpunkt: Eine Führung durch die neue Hafen-City! Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil, in dem nach Abschluss der Baumaßnahmen Mitte der 2020er Jahre ca. 12.000 Menschen wohnen und ca. 40.000 Menschen arbeiten sollen. Auch die Elbphilharmonie, ein seit 2007 im Bau befindliches Konzerthaus, befindet sich hier. Die Stadtführerin verblüffte mit einigen Details zu diesem Projekt. Insbesondere die Kostenexplosion von im Jahr 2007 kalkulierten 77 Millionen Euro auf heute erwartete 476 Millionen Euro bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2015 führte zu ungläubigem Kopfschütteln. Durch die Speicherstadt führte der Weg dann zur Landungsbrücke 3. Von dort aus wurde mit dem Schiff über die Elbe die "Haltestelle" Teufelsbrück angesteuert, von wo aus fußläufig der Jenisch Park und das Jenisch Haus erreichbar waren. Ein wunderschönes Anwesen und ein beeindruckender Beleg für den Wohlstand des ehemaligen Hamburger Senators Martin Johann Jenisch. Ein sich anschließender kurzer Rundgang durch Blankenese schloss den Besichtigungstag ab.
Nach dem Abendessen im Hotel stand dann noch einmal Kultur auf dem Programm. Im Theater "Alma Hoppe" wurde von Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker das Stück "Chinesen zum Frühstück" aufgeführt. Kabarett mit vielen bissigen Pointen, die zum Nachdenken animierten – aber auch der Spaßfaktor kam nicht zu kurz!
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück zeitig Richtung Altes Land, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Mitteleuropas. Im Rahmen des Besuchs des Herzapfelhofes machte der Hofbesitzer Lühs im Rahmen einer fachkundigen Führung deutlich, welchen Widrigkeiten ein Obstbauer trotzen muss, um eine gute Ernte zu erzielen. In der Scheune gab es mittags eine zünftige Gulaschsuppe und als Nachtisch: Natürlich Äpfel!! Danach ging es zu einer Rundfahrt durch das Alte Land und im Rahmen einer kleinen Ortsführung durch Jork wurde auch das Museum "Altes Land" besichtigt, das zahlreiche Exponate zur Technikgeschichte des Alten Landes präsentiert. Den Abschluss des Rundgangs bildete der Besuch der St. Matthias Kirche von Jork, in der ein extra für die Reisegruppe organisiertes Orgelkonzert stattfand. Das Abendessen im "Fährhaus Kirschenland" rundete einen interessanten und unterhaltsamen Tag ab.
Am Montag stand dann (leider) schon wieder die Rückreise an. Nicht jedoch, ohne noch einen interessanten Zwischenstopp einzulegen. So führte der Weg nach Neustadt am Rübenberge, wo im Keller von Schloss Landestrost vom Kellermeister zunächst die vielfältigen Erfolgsfaktoren für die Herstellung des edlen Getränks erläutert wurden und dann auch eine Verkostung der leckeren Produkte der Sektkellerei Dupres-Kollmeyer möglich war. Nach dem Mittagessen im Restaurant "Ratskeller" trat dann auf der nächsten Wegstrecke im Bus Ruhe ein – nach dem Sekt und dem guten Essen war es die rechte Zeit für ein kleines Nickerchen...
Da auch die Rückreise ohne Stau verlief, kehrte der Bus pünktlich nach Leverkusen zurück. Natürlich wurde im Bus auch schon über das Reiseziel für das kommende Jahr diskutiert. So konnte Reisebegleiter Lothar Heinen schon einige interessante Vorschläge für die nächste Tour aufnehmen.