Im modernen Reisebus, der in diesem Jahr wieder nahezu ausgebucht war, startete die Tour pünktlich und Reisebegleiter Lothar Heinen hoffte in seiner kleinen Begrüßungsansprache auf besseres Wetter an den Folgetagen, da es auf der ersten Teilstrecke noch heftig regnete. Seine Wetterwünsche sollten in Erfüllung gehen….

 

Als erstes Ziel wurde zur Mittagszeit Erfurt angesteuert. Nach einem leckeren Mittagessen im Gasthof „Zum goldenen Schwan“ schloss sich ein geführter Rundgang durch die Innenstadt an. Die Stadtführerin konnte mit einer gelungen Mischung aus historischen und aktuellen Informationen für die Hauptstadt Thüringens begeistern. Die Kurzweiligkeit der Führung resultierte aber hauptsächlich aus ihrer humorvollen Art, die Ursprünge zahlreicher Redewendungen zu erläutern. So wusste nach der Führung jeder Teilnehmer, warum „etwas zum Himmel stinkt“, wie der „blaue Montag“ entstanden ist und woher die Formulierung „die Kurve kratzen“ stammt.

 

Nach einer problemlosen Weiterfahrt erreichte der Bus gegen 19 Uhr das Radisson Park Hotel in Dresden Radebeul, der Unterkunft für die kommenden Tage. Nach dem bemerkenswert zügigen Einchecken konnten die Zimmer bezogen werden und anschließend traf sich der Reiseclub zum gemeinsamen Abendessen im Hotel-Restaurant.

 

Am Freitagmorgen ging es dann zur Stadtrundfahrt nach Dresden, zu der auch die Reiseleiterin für die kommenden Tage, Frau Uhlig, begrüßt werden konnte. Die Busfahrt durch Dresden führte an fast allen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Von den Elbschlössern über Theaterplatz, Semperoper und Hofkirche führte die Fahrt auch vorbei an Residenzschloss, Zwinger und Yenidze (Tabakmoschee). Aber auch moderne Architektur, wie die VW-Manufaktur, die gläserne Produktionsstätte des VW Phaeton, konnte bewundert werden. Beeindruckend waren auch die zahlreichen wunderschönen alten Straßenzüge und Stadtvillen und bemerkenswert, über welch riesige Grünflächen Dresden verfügt.

 

Die anschließende Besichtigung des Neuen Grünen Gewölbes hinterließ bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck. Nicht nur die einzigartigen Kabinettstücke des Dresdner Hofjuweliers Dinglinger, wie der Hofstaat des Großmoguls, einer Miniaturdarstellung der Geburtstagsfeier des Großmoguls, an der Dinglinger über sieben Jahre gearbeitet hat, sondern auch die faszinierenden Preziosen aus Edelmetallen und Elfenbein ließen erkennen, zu welch filigranen Meisterwerken die Handwerkskunst schon damals in der Lage war.

 

Im Anschluss an einen Stadtrundgang durch Dresden stand einer der Höhepunkte der Reise auf dem Programm. Eine Innenbesichtigung der Frauenkirche und die Teilnahme an einer Abendandacht. Ein beeindruckendes Erlebnis!

 

Am Samstag führte der Programmplan die Reisegruppe dann zunächst zur Besichtigung des Parks von Schloss Pillnitz – eine architektonisch wunderschön gestaltete Schlossanlage mit einem beeindruckenden Lustgarten mit einer Vielzahl an seltenen und exotischen Pflanzen direkt an der Elbe. An den unteren Mauern des Schlosses konnte abgelesen werden, bis zu welch unvorstellbaren Höhen die Elbe bei Hochwasser über die Ufer getreten ist.

 

Die Mittagspause wurde dann auf der Bastei verbracht, die seit dem frühen 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel von Naturliebhabern, Wanderern und Erholungssuchenden ist. Das Basteigebiet ist das älteste und bedeutendste Touristenzentrum im vorderen Teil der sächsischen Schweiz. Gut gestärkt ging es dann zur Besichtigung der Festung Königstein. Sie liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg am linken Ufer der Elbe. Der Fußmarsch hinauf wurde mit einem wunderbaren Blick über die bizarren Felskonstruktionen belohnt.

 

Einen besonderen Leckerbissen gab es dann noch am Samstagabend. Im Restaurant „Kahnaletto“ auf einem alten Elbkahn, der auf der einen Seite das Restaurant und auf der anderen Seite ein kleines Theater beherbergt, wurde zunächst ein vorzügliches Dreigang-Menue serviert. Im Anschluss wurde dann die Schiffsseite gewechselt und es stand die Aufführung von „Gut gegen Nordwind“, eine Persiflage auf die modernen Kommunikationsformen und die Auswirkungen auf menschliche Beziehungen, auf dem Programm. Eine heitere, aber auch zum Nachdenken anregende Email-Romanze von den Darstellern Helene Grass und Andreas Dobberkau.

 

Der Sonntagvormittag stand ganz im Zeichen von edlem Porzellan. Einem Rundgang durch die Meißener Innenstadt folgte die Besichtigung der Porzellanmanufaktur Meißen, bei der es nicht nur die Möglichkeit gab, zahlreiche Kostbarkeiten im Museum zu begutachten, es wurde bei einer Führung durch die Besucherwerkstätten auch deutlich, welche handwerklichen Arbeitsschritte für die Gestaltung der Porzellanstücke erforderlich sind.

 

Der Nachmittag wurde für die Besichtigung von Schloss Moritzburg, dem Jagd- und Lustschloss von August dem Starken genutzt. Barocke Möbel, kostbare Ledertapeten, eine beeindruckende Sammlung von Jagdtrophäen und insbesondere das Prachtbett und die Wandteppiche August des Starken, die Anfang des 18. Jahrhunderts aus Zehntausenden von Federn gefertigt wurden, zeugen von der pompösen Lebensweise des Herrschers in dieser Zeit.

 

Zum Abend erhielt die Reisegruppe dann durch den Besuch der historischen Weingutanlage „Hoflößnitz“ noch einen kleinen Eindruck von den Winzeraktivitäten in Sachsen. Nach einer Weinprobe wurde im Restaurant der Anlage auch ein ausgezeichnetes Dreigang-Menue eingenommen.

 

Am Montag stand dann auch schon wieder die Rückreise auf der Tagesordnung – nicht jedoch ohne einen interessanten Zwischenstopp. In Nordhausen stand noch die Besichtigung der „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ auf dem Programm. Im Erlebnismuseum der Brennerei wurde bei einer Führung die alte Kunst des Schnapsbrennens erläutert und bei der anschließenden Verkostung von diversen Produkten wurde auch deutlich, welche vielfältigen Variationen bei der Herstellung der Spirituosen möglich sind. Der Verkaufsraum war dann auch nach der Führung gut besucht und einige „hochprozentige“ Produkte machten sich anschließend mit auf die Heimreise nach Leverkusen….Diese wurde dann nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Kneiff Garten“, der umgebauten Villa eines Kautabakfabrikanten aus dem vergangenen Jahrhundert, fortgesetzt. 

 

Bei seinem Fazit konnte Lothar Heinen dann auch auf ein tolles Wochenende zurückblicken:

Ein abwechslungsreiches Programm dank Klaus Göddertz, eine ruhige und sichere Busfahrt dank Björn Bartolomei und nicht zuletzt das bei Abreise gewünschte und dann tatsächlich auch eingetretene gute Wetter sorgten für ein eindrucksvolles Erlebnis in Sachsen. Viele Teilnehmer werden sicher auch bei der nächsten Volksbankreise wieder dabei sein.

 

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